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Räuchern – Magische Momente für die Seele

Draussen wird es schon früh dunkel, die Tage werden kürzer und kälter. Wir heizen den Kamin ein, trinken wohltuenden Kräutertee und zünden ein Räucherwerk an. Räuchern gehört für mich dazu, nicht nur in der kalten Jahreszeit, nicht nur in den Rau(ch)nächten. Räuchern bedeutet sich erinnern. Sich fallen lassen, sich fühlen. Es ist einfach magisch, und tut meiner Seele gut.

Warum Räuchern?

Trend oder Tradition?

Oft erreichen mich die Fragen, wie man denn räuchert, was man verräuchert und wie geht das eigentlich überhaupt? Das sind gute Fragen, die ich mir selbst nie gestellt habe, um ehrlich zu sein.

Das Räuchern hat auf mich schon so lange eine magische Faszination und Anziehung. Doch so richtig damit beschäftigt habe ich mich dann durch meine Ausbildung zur TEH Praktikerin, und auch jetzt beim FNL-Lehrgang zur Kräuterexpertin war der Seminarblock Rund ums Räuchern einer der für mich am spannendsten.

Fotocredit: Daniela Gaigg @diekleinebotin

Aber nun zu euren Fragen: Wie, wo, was und so weiter…

Was kann man räuchern?

Alles. Ja alles. Kräuter, Wurzeln, Rinden, Harze. Es wird nicht alles gut riechen. Es sei gesagt, dass das Rauchgut „roh“ anders riecht als verräuchert, das heißt, wenn ihr mutig seid und bereit euch fallen zu lassen, werdet ihr probieren und ihr werdet auf eurer Räucher-Reise auch ein paar Enttäuschungen erleben. Oder einfach Erfahrungen sammeln.

Wenn es nach stinkenden Socken riecht!

Räuchern schafft Atmosphäre und zwar eure eigene. Euer Empfinden, eure Erinnerungen sind vielleicht anders als meine. So kann es schon passieren dass sich Holunderblüten für den einen sehr angenehmen, einhüllend, beschützend anfühlen, aber für den anderen vielleicht nach stinkenden Teenagersocken riechen.

Der Klassiker: Weihrauch!

Viele verbinden mit dem Räuchern – klassisch den Weihrauch. Einige lieben ihn, andere verschmähen ihn. Doch erstens ist Weihrauch nicht gleich Weihrauch. Hier gibt es verschiedenste Qualitätstufen. Preisklassen. Der Weihrauch hat die Gabe dass er andere Räucherwerke verstärkt, das heißt Weihrauch riecht nicht immer gleich nach Weihrauch – außer er wird alleine verräuchert.

Ich bevorzuge ja eher heimisches Räuchergut, das bedeutet regionale Kräuter, regionale Harze… wie Fichte zum Beispiel.

Aber psssst: ich mag auch Styrax, oder weihnachtliche Gewürze wie Zimt und Kardamom.

Zu welchem Anlass räuchert man eigentlich?

Es gibt so viele verscheiden Anlässe: Ritual Räucherungen, oder das Räuchern nach dem Jahreskreis, die Raunächte um Weihnachten, oder zur Reinigung nach Krankheit oder Streit, zum Schutz eines neuen Heims, oder man räuchert einfach, weil es sich gerade gut anfühlt.

Wie räuchert man?

Man kann auf Kohle oder Schwam räuchern sowie mit Teelicht und Stövchen (Sieb), mit einem Räucherbündel (eher für draußen)  oder auch in einer edlen Glaskugel (gerade am Halleiner Christkindlmarkt neu entdeckt und es ist wunderbar). Man kann in einer Eisenpfanne räuchern und durchs Haus laufen. Es gibt so viele Möglichkeiten. Jeder darf seine Lieblingsart zu räuchern für sich finden. Es gibt keine Regeln. Außer dass es sich gut anfühlen soll. Sofern man nicht mit giftigen Substanzen experimentiert (davon ist DRINGEND abzuraten) ist der Fantasie keine Grenze gesetzt.

Warum räuchert man?

Düfte sind die Gefühle der Blumen

(Heinrich Heine) 

Räuchern bedeutet sicher erinnern. Der Duft der Pflanzen hat eine positive Wirkung auf unseren gesamten Körper. Wir atmen ihn ein, dadurch kommt er über unsere Lunge direkt ins Blut.

Unser Geruchsinn beeinflusst unsere Gedanken, Gefühle und auch das Unterbewusstsein. Der Duft streichelt unsere Seele und setzt Impulse. Ob beruhigend, harmonisierend, belebend oder sinnlich anregend. Bestimmte Inhaltsstoffe der ätherischen Öle haben nachweislich eine schlaffördernde oder beruhigende Wirkung (Lavendel zum Beispiel)

Wichtig ist dass man sich überlegt warum möchte ich räuchern. Welche Lebensgeister will ich ansprechen? Möchte ich eine Reinigung nach einem Streit? Möchte ich zur Ruhe kommen? Brauche ich einen Schutz, oder eine Umarmung?

Wenn ich weiß warum, dann kann ich mir die passenden Kräuter zusammen suchen.

Räuchern auf Kohle in der Pfanne

Ein paar Tipps von mir

  • Such dir das passende Equipment aus, und nimm dir Zeit!
  • Weniger ist mehr! Lieber öfter nachlegen, und auch die Räucherei im Auge behalten, dafür hab ich immer ein Stäbchen zur Hand um das verkohlte Rauchwerk zu entfernen….
  • Federn – mit Federn kann man den Rauch verteilen
  • Lüften – gerade bei Reinungs-Ritualen wichtig! Nach dem Räuchern ist es wichtig den Raum auch gut zu lüften, sodass die schlechte Energie weichen kann

Reinigungs-Räucherei mit Wacholder & Co

Bei uns zuhause wird zum Beispiel nach jeder Krankheit „g’scheit mit Wacholder“ durchgeräuchert.

Das hat man früher in den Krankenhäusern schon angewandt und gilt als keimtötend und stark desinfizierend. Ich nehme mir eine feuerfeste Schale, gebe Kohle hinein, diese wird entzündet und erst wenn sie vollkommen glüht (und komplett weiß ist) lege ich die Kräuter darauf, ich gehe von Raum zu Raum um mit Hilfe meiner Feder den Rauch in alle Ecken zu verteilen. Wenn ich fertig bin öffne ich alle Fenster, damit die schlechten Energien und Keime ausziehen können.

Beifuß, Eingelwurz und Weihrauch lassen sich gut mit Wacholder kombinieren.

Buchtipp zum Thema Räuchern

Es gibt so viele verschiedene Arten des Reinigung-Räuchern! Neben einer Krankenzimmer-Reinigung, kann man Störfelder beseitigen. Wer mehr zu diesem Thema und dem Räuchern erfahren will, dem empfehle ich folgende Literatur:

HANDBUCH DES RÄUCHERNS

von Daniela Dettling (Freya Verlag)

„Eine Energetische feinstoffliche Hausreinigung empfiehlt sich zudem nach

  • einem Umzug
  • einer Trennung
  • einem Sterbefall
  • einem Streit
  • einer längeren Krankheit
  • vor oder nach einer Übernahme eines Geschäftes
  • wenn man sich unwohl fühlt, ohne es begründen zu können.“

In dem Handbuch des Räucherns werden nicht nur das wie und warum sehr gut und einfach erklärt, es gibt Ideen zu verschiedenen Räuchernden wie Energieräucherungen, Aura-Reinigung, Meditation-Räucherung, Konzentrations-Räucherung, Entspannungs-Räucherung bis zur erotisierenden Räuchern. Tipps, Tricks, Kräuter-Kompositionen der Autorin inklusive.

Fotocredit: Daniela Gaigg @diekleinebotin

Raunächte und Jahreskreis

Außerdem erzählt Daniela Dettling über die Seele der Pflanzen und stellt neben den uns bekannten Raunächten auch den keltischen Jahreskreis vor, der aus vier Sonnenfesten und vier Mondfesten besteht. Ein mich sehr beeindruckendes Gut unserer Ahnen. Das mich durchaus fasziniert und berührt. Aber auch die uns bekannteren Rauhnächte haben einen großen Platz in diesem Buch.

„Die Vergangenheit als auch die Zukunft werden im Jahreskreis zelebriert. Wir verbinden uns wieder mit dem Ursprünglichen, mit natürlichem Gedankengut und ehren und preisen Mutter Natur.“

JUL- Wintersonnwende

Das nächste große Fest im Jahreskreis ist übrigens die Wintersonnwende „JUL“ am 21. Dezember (die Thomas Nacht) Die längste Nacht im Jahr, von nun an werden die Tage wieder langsam länger, die Nächte langsam kürzer. Neues beginnt zu entstehen. Wir wollen langsam zur Ruhe kommen, endschleunigen. Besinnlichkeit und Familie sind das Thema dieses Festes.

Räucherwerke für diese Nacht: Fichten- oder Tannennadeln, Kardamom, Zimt, Nelke, Sternanis, Orangenschale, Myrrhe

In ihrem Buch hat Daniela Dettling jedes Fest genau beschrieben, und gibt Informationen über Thema, Göttin, Räucherwerk, Farben, Dekorationen, Pflanzen, Speisen und dem passenden Ritual/Brauchtum.

Man findet nebst dem „technischen“ Know-how und dem kulturellen zahlreiche Mischungs-Rezepte und beeindruckende detaillierte Pflanzenportraits von Ahorn bis Zimt.

„Für die Räuchungen kann man einzelne Pflanzen verwenden und als Einzeldroge verräuchern oder man mischt nach Gefühl oder Wissen mehrere Pflanzen zusammen.“

Persönliches Resümee

Ich liebe dieses Buch und finde immer wieder spannende Informationen und Geschichten zu verschiedensten Bräuchen und Ritualen, sowie den einzelnen Pflanzen. Das Handbuch des Räucherns ist ein guter Begleiter und Ratgeber für alle die sich für diese magische Tradition interessieren und mehr übers Räuchern wissen wollen.

Hier kannst du dein Handbuch des Räucherns direkt bestellen: Besuche Amazon  (Affiliate Link*)

Meine Räucherwunderzeit

Ich räuchere nicht nur gerne, ich mische auch gerne Räuchermischungen. Zuerst nur für mich. Doch immer wieder kamen so viele Fragen zum Räuchern, was kann man räuchern, wie kann man räuchern. So dass ich angefangen habe meine Kräutervorräte auch für euch zu mischen und zum Verkauf anzubieten. Die von euch, die mir auch fleissig auf Instagram folgen, haben das vermutlich mitverfolgt, oder sogar bereits bestellt…

Ich liebe es Kräutermischungen zusammen zustellen. Und daraus hat sich nun meine Räucherwunderzeit entwickelt.

Folgende Mischungen sind erhältlich (solange der Vorrat reicht)

Räucherwunderzeit – Räuchereien für zuhause!

  1. Schutzengel-Rauch 2.0: Wacholder, Holunderblüten, Schafgarbe, Quendel
  2. Herzgöttin: Frauenmantel, Rose, Hirtentäschel, Goldrute, Hagebutte, Fichtenharz
  3. Lieb haben: Styrax, Goldrute, Salbei , Rosmarin
  4. Seele streicheln: Styrax Gold, Johanniskraut, Zitronenmelisse, Schafgarbe, Lavendel, u.a
  5. Wintersun: Schlüsselblume, Ringelblume, Johanniskraut, Süßholzwurzel, Mariengras u.a
  6. Auszeitln: Verschiedene Kräuter ausm Marienbuschn, Lavendel, Beinwell
  7. Christkindl: Zimt, Nelken, Tannennadeln, Mistel, Sternanis u.a.  DERZEIT AUSGERAUCHT

mit Liebe und per Hand zusammengestellt und in Pergamonsackerl abgefüllt,

30 ml. Preis 4,50 Euro, zzgl Versand

Bestellungen per E-Mail: workshops@bungalownr33.at

Gemeinsam Räuchereien mischen – kannst du bei mir im Bungalow Nr. 33 in Altenmarkt im Pongau (Fotokredit: Ulli Göbl)

Räucherwunderzeit – der Workshop

Wollt ihr mal mit mir gemeinsam Räuchern?

Dann kommt gern zu meinen Workshops, ich zeige euch verschiedene Varianten des Räucherns, wir riechen uns durch die verschiedensten Kräuter, Harze und Wurzeln.

Am Ende darf sich jeder seine persönliche Räuchermischung zusammenstellen und mit nach Hause nehmen.

 

Dauer:

1,5 Stunden

Preis:

36 Euro

Termine:

Montag, 2. Dezember, 18:00 Uhr

Freitabg, 13. Dezember, 18:00 Uhr

Location:

Bungalow Nr. 33, Zauchenseestr. 33, 5541 Altenmarkt

Anmeldung:

verbindlich unter workshops@bungalownr33.at

Mehr zu meinen Workshops findet ihr hier: Kräuterwunderzeit im Bungalow Nr. 33.


*Für mehr Fairness & Transparenz im Netz:  Was sind Affiliate Links? Bei sogenannten Affiliate Links handelt es sich um Links, die zu einer anderen Webseite führen, wo ihr bestimmte von mir vorgeschlagene Produkte erwerben könnt. Bei einem Kauf von euch, bekomme ich dann von dem Unternehmen ein kleinwenig Provision, das allerdings ohne jegliche Einwirkung auf euren Kaufpreis.

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