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Hustenhonig mit Frühlingskräutern

Es ist Frühling! Und die Kräuterfee in mir erwacht wieder zum Leben, endlich raus und Kräuter schauen, Schätze entdecken und es ist auch endlich wieder Zeit für unseren alljährlichen Wander-Hustenhonig! Was das ist? Das möchte ich dir in diesem Beitrag verraten.

Hustenhonig mit Gänseblümchen & Co

Der Frühling beschenkt uns mit wunderbaren Schätzen in der Natur, wenn man draußen unterwegs ist, sieht man es schon überall sprießen: Gänseblümchen, Schlüsselblumen und Co stecken wacker ihre Köpfchen heraus.

Diese Frühlingsboten sind aber nicht nur hübsch anzusehen, sie können uns auch wunderbar unterstützen. Gänseblümchen, Schlüsselblume, Lungenkraut, Spitzwegerich und Veilchen sind so wie der Huflattich (in den Blättern sind Toxine enthalten, daher verwende ich nur ein paar Blüten) richtig gute Hustenkräuter.

Es ist „Sammelzeit“

Bei uns heißt es also im Frühling endlich wieder Sammelkörbe raus und los gehts! Gemeinsam mit meinen Kids machen wir einen tollen Wander-Hustenhonig. Warum „Wander“? Bei jeder Wanderung (oder Spaziergang) sammeln wir ein paar von den frühlingshaften Kräutern und geben sie in ein Glas, die Kräuter werden mit Honig bedeckt und so kommen jedes Mal ein bisschen Kräuter und ein bisschen Honig dazu. Daraus „wächst“ dann der Hustenhonig für die Erkältungszeit im Herbst.

Aber jetzt mal von vorne – So geht’s – im Detail:

Du brauchst:

  • 1 sauberes und steriles Marmeladenglas
  • Honig vom Imker deines Vertrauens (oder Ahornsirup)
  • frische Hustenkräuter von deinen Spaziergängen

Für den Hustenhonig eignen sich folgende Kräuter:

  • Gänseblümchen (Blüten)
  • Veilchen (Blüten)
  • Schlüsselblume (Blüten)
  • Spitzwegerich (Blätter)
  • Lungenkraut (Blüten und junge Blätter)
  • Maiwipflerl / Fichtentriebe (Triebspitzen)

So sammelst du:

Sammle bei deinen Spaziergängen oder Wanderungen an sauberen Stellen deine Kräuter, bitte sei achtsam zur Natur und nimm wirklich nur, was du brauchst. Es ist wichtig, dass wir auch genügend Futter für Bienen, Schmetterling und Co überlassen. Am besten sammelst du an einem trockenen Tag und um die Mittagszeit. Da sind die Kräuter frisch aufgeladen mit Sonnenenergie.

Zubereitung

Zuhause wäscht du deine Ernte und tupfst sie trocken. Dann gibst du sie in dein Marmeladeglas. Die Blätter in kleine Stücke reißen oder schneiden. Dein Glas ist nun vermutlich zu einem kleinen Teil voll mit Blättern. Jetzt gibst du den Honig (Ahornsirup eignet sich auch, nicht regional, aber vegan) in das Glas. Und zwar genau so viel, dass keine Blüten mehr rausschauen. Das ist wichtig, sonst könnte sich Schimmel bilden.

Das wiederholst du nun über die nächsten Wochen bis dein Glas voll ist. Manchmal findest du vielleicht nur Gänseblümchen, oder nur Veilchen. Jedes Kraut hat seine Zeit, und es ist Saisonabhängig, wann du was findest. Die Fichtentriebe (Maiwipferl) zum Beispiel findest du je nach Wohnort im Mai und Juni. Die Zeit der Veilchen und Schlüsselblumen ist um Ostern, das Gänseblümchen hingegen wächst das ganze Jahr.

So füllt sich dein Glas mit der Zeit mit vielen guten Hustenkräutern. Jedes mal, wenn du Kräuter hinzugibst gib wieder so viel Honig drauf, damit alles gut bedeckt ist.

Dein Glas solltest du an einem gleichmässig warmen Ort stehen haben, wo nicht zu viel Sonne darauf scheint.

Deine Geduld hat sich gelohnt

Im Augst, so um den 15. ist dein Honig dann fertig. Du kannst alles Kräuter abseihen und deinen Wander-Husten-Honig gut beschriften. Jetzt bist du gewappnet für die Erkältungszeit.

Viel Spass,

Deine Anja

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