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Die 5 coolsten Beschäftigungs-Ideen für Kinder im Wald & Ausflugstipp Jägersee

Ab in die Natur: Spiel & Spaß im Wald

Endlich Frühling, und irgendwie auch fast schon Sommer. Was für ein April war das denn? Sommer, Sonne, Sonnenschein. Nach einem langen und strengen Winter hier in den Salzburger Bergen, lockt es uns raus in die Natur. Die Bäume blühen, es grünt, alles erwacht!

So auch unsere Sehnsucht nach Natur. Wir sind alle vier richtige Naturpflanzerln, ob Mamas Garten- und Kräuterleidenschaft, Papas Wanderlust oder unsere Minis, die beides vereinen. Draußen sind wir gerne, und um diese Jahreszeit fast Rund um die Uhr.

Letztes Wochenende war besonders schön, also haben wir unseren geliebten Garten für einen Ausflug verlassen.

 

Ausflugstipp:

Atemberaubender Jägersee in Kleinarl

 

 

Der Jägersee ist einer der schönsten Bergseen, wenn ihr mich fragt. Dieses Wasser, es ist beinahe karibisch türkis. Kombiniert mit der frischen Bergluft, ein Paradies für die Seele. Man kann mit dem Auto gemütlich vorfahren und beim Gasthaus parken (dieses öffnet erst am 9. Mai) – was als Familie mit Kleinkindern super-praktisch ist!

Der Rundweg um den Jägersee dauert in etwa eine gute Stunde, ist kleinkindfreundlich und kinderwagentauglich. Man spaziert am Wasser über Wiese und durch Wälder.

Einkehrmöglichkeit ist zu Saisonzeiten im Gasthaus möglich. Dort befindet sich übrigens auch ein kleiner Spielplatz mit Wippe und Schaukel.

Fahrzeit von Salzburg ca. 60 Minuten. Fahrzeit von Altenmarkt im Pongau: 30 Minuten

Man kann die Wanderung übrigens noch je nach Lust, Laune und Anspruch ausdehnen. Zum Beispiel zum wunderschönen Tappenkarsee. Oder zu diesem ganz neuen See, der nach dem letztjährigen Hochwasser entstanden ist. Den schauen wir uns bei unserer nächsten Entdeckungsreise an.

Sammeln & Spielen im Wald – unser 5 Lieblingsideen

Wenn man wandern geht, kann man entweder einfach nur dahinwandern und die Natur genießen. Das ist wunderbar. Oder man hat vielleicht Kleinkinder dabei, die auch gerne beschäftigt werden, dann ist es nicht immer ganz so einfach mit dem ungestörten Dahinwandern. Da muss man manchmal ein bisschen tricksen, um die Minis bei Laune zu halten. Und wieso nicht gleich den Spaß mit Praktischem verbinden… und den Wald kennenlernen.

Dazu hab ich mal unsere Lieblings Beschäftigungen zusammengefasst, und zeige euch, wie das familiäre Wandern bei uns so ausschaut.

1) Schatzsuche/Schnitzeljagt im Wald

Das kennt ihr bestimmt. Eine Schatzsuche oder Schnitzeljagd kann man entweder vorher vorbereiten, oder auch spontan machen. Das hängt ein bisschen von euch und eurem Kind ab.

Ihr könnt euch zum Beispiel schon vor der Wanderung überlegen, welche 10 Dinge eure Minis sammeln könnten. Die Bilder einfach googeln und ausdrucken und in einen 10er Eierbecher kleben. Dann können die Kinder nach den Bildern ihre Schätze suchen. Oder wenn ihr keinen Eierbecher zur Hand habt, wie wäre es denn mit einem Din A4 Zettel?

Wenn wir nichts mithaben (so meistens, weil hier ist eher so die Freestyle-Familie am Werkeln) machen wir es so, dass ich dem Fräulein sag: „Wer als erstes einen Zapfen findet… “ und dann sucht sie. Den gefunden Zapfen nehmen wir mit, bis wir den nächsten Schatz gefunden haben (zB Wer findet eine Flechte). So lassen wir auch alles im Wald zurück. Das funktioniert super-gut, weil das Fräulein auch schon viel kennt.

Viele Kolleginnen haben darüber schon geschrieben. Schaut zum Beispiel mal bei Birgit von Fräulein im Glück vorbei – das ist total schön. Ist zwar herbstlich, kann man aber auch für den Frühling umwandeln.

2) Blumen & Kräuter bestimmen

Man kann sich auch einfach auf Blumen spezialisieren. Blumen finden. Bestimmen. Pflücken (wenn erlaubt!!) und zuhause in der Blumenpresse trocknen – oder natürlich 80er Jahre Oldschool-mässig in dicken Büchern.

Wir verwenden diese Blumenpresse: (*Affiliate Linke – gleich bei Amazon kaufen)

 

 

Kleiner Tipp: Am besten man nimmt sich für jede Wanderung nur 3 – 5 verschiedene Wiesen- oder Waldblumen vor. Das kann man saisonal immer variieren. Für den Frühling eignen sich folgende Blumen: Waldmeister, Gänseblümchen, Löwenzahn, weißer Sauerklee, Schlüsselblume, Spitzwegerich, Stinkender Storchenschnabel, Gundelrebe, Lungenkraut, ….

Diese Bücher kann ich euch empfehlen oder wie mir unlängst Niselprim auf Insta verraten hat, gibt es auch eine coole App dazu! Die nennt sich übrigens Pl@ntNet (muss ich unbedingt bald testen)

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3) Kräuter sammeln

Dazu braucht ihr eigentlich nur ein Körbchen oder Stoffsackerl und ein Projekt. Ihr könnt zum Beispiel Fichtentriebe (Maiwipferl) sammeln und euren eigenen Hustensaft machen – schaut mal hier in diesem Artikel verrate ich euch wie das geht! Oder Giersch für ein leckeres Pesto…. Wildkräuter mit Kindern zu sammeln und dann gemeinsam was daraus machen ist großartig! Da geht mein Kräuterhexenherz total auf….. Ich werde euch in den nächsten Woche mehr Tipps & Tricks dazu verraten, wenn ihr wollt!

 

4) Bauernhof spielen

Ein altes Familienspiel bei uns. Man sucht sich ein nettes Platzerl im Wald oder auf der Wiese und bittet die Kinder diverse Gegenstände zu sammeln: Hölzchen, Zapfen, Tannenzweige, Rinde, Flechte…. daraus baut man dann zum Beispiel einen Bauernhof. Einen Bauernhof mit Stall, Weide und Haus. Dadurch lernen sie spielerisch den Wald kennen und ihre Phantasie wird zusätzlich geweckt. Denn die großen Zapfen sind dann zum Beispiel Kühe, die Flechten das Futter, usw. (Man kann natürlich auch andere Sachen bauen….)

5) Steinmanderl bauen

Stein-was bitte? Auch bekannt als Steinmännchen, Steinpyramide oder Steinturm. Das sind auf einander gestapelte Steine, wie man sie immer wieder sieht. Ursprünglich sind sie als Orientierungshilfen in unwegsamem Gelände gedacht. Steine stapeln macht aber Spaß und fördert die Konzentration. Dieses „Spiel“ eignet sich perfekt für eine kleine Pause!

Unsere 3 Goldenen Regeln in der Natur

Bei allen Spielen gibt es natürlich auch Regeln. Folgende Dinge müssen immer bedacht sein:

1) Wir sammeln nur Natursachen, die schon am Boden liegen. Keine Zweige sollen abgerissen werden. Keine Rind abgebrochen.

2) Wir pflücken immer nur ein bis zwei Blumen, damit noch genug Blumen für die Tiere da sind (Bienen, Schmetterling & Co)

3) Wenn wir Kräuter, Fichtenwipferl oder Harz sammeln, bedanken wir uns beim Baum oder der Wiese für das Geschenk. Denn auch den Pflanzen soll man mit Respekt und Dankbarkeit begegnen.

Und ihr, womit beschäftigt ihr eure Kleinen am Liebsten? Das nächste Mal verrate ich euch welche Wildkräuter ihr mit den Kids sammeln könnt und vor allem was ihr damit gemeinsam machen könnt! Bis dahin, ich freu mich schon.


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