nach oben

Ich will Zeit. Zeit für mich. (Me-Time gesucht)

Wenn Mamas Batterien ausgehen…

Schönen guten Morgen ihr Lieben,

na, wie geht es euch? Ja euch, wirklich… Manchmal sollten wir uns einfach wirklich fragen wie es uns geht. Und wir sollten uns auch gegenseitig das öfter fragen, von Herzen, ganz ehrlich. Nicht nur einfach so. Drum frag ich euch heute, und mich interessiert es sehr. Also wenn ihr wollt, seid ihr herzlich willkommen mir darauf zu antworten…

einfach mal die Füße hochlegen?

Zu müde für Kreativität…

Wie geht es mir?! Ähm ja. Das frag ich mich eigentlich auch. Mir geht es bescheiden. Ich sag euch, ich bin so müde. Ich bin erschöpft. Meine Ressourcen sind ausgeschöpft. Ich möchte nur schlafen. Ich bin gerade erst aufgestanden, aber immer noch so müde.

Schon verwunderlich wie schnell sowas geht. Bis vor kurzem war alles ganz anders. Ich war so voller Energie! Alles lief so toll. Voller Motivation, voll von neuen Ideen für neue Projekte. Ich fühlte mich wie ein Gummiball…. Es scheint mir ist die Luft ausgegangen. Denn…

Momentan bin ich zu müde ein Instagram Foto zu posten. Zu müde um kreativ zu sein.  Und eigentlich bin ich zu müde heut was zu schreiben.

Aber auf der anderen Seite habe ich gerade das Bedürfnis rauszuschreiben wie erschöpft ich bin. Ich sehne mich nach Ruhe und Zeit – Zeit für mich. Ich sehne mich nicht unbedingt nach Zeit ohne meine Lieblingsmenschen und es macht mich traurig, dass es aber scheinbar das benötigt um meine Batterien aufzuladen. So schön die Zeit mit meinem kleinen Fräulein ist, so gern ich mich in meiner Bloggerwelt rumtreibe, so gern ich das alles mache (denn ich mache eigentlich nur Dinge, die ich gerne mache), ich habe das Gefühl ich kann nicht mehr. Ich schaffe das alles nicht mehr.

Ich brauche Zeit. Zeit für mich.

Ich brauche Zeit, Zeit für mich. Me-Time. Und zwar mehr als nur 2 Stunden Yoga. Ich hätte so gerne einen Tag Mama-Time.

Lange schlafen. Croissants zum Frühstück. Eine mindestens drei-stündige Ayurveda  Massage. Ein Buch. Ach wie gerne würde ich einfach nur ein Buch lesen. Ich kann mich gar nicht erinnern wann ich mein letztes Buch fertig gelesen hab. Eine Pediküre für meine müden Füsse. Digitalfreie Zone. Alleine sein. Ruhe haben.

Aber eigentlich will ich einfach nur stundenlang in einer Blumenwiese liegen, Blumenkränze flechten und den Schmetterlingen zusehen. Barfuss.

Ich will Me-Time

Ich will. Ich will. Ich will. Darf ich das? Wollen. Darf man soviel wollen. Ich will. Ich will. Ich will. Oh ja, ich glaub ich will. Ich will jetzt Zeit für mich. Aber die Zeit, die gibt es momentan nicht. Leider. Ach liebe Zeit, bitte komm bald zu mir! Ich brauch dich wirklich. Kannst du kommen und dich ein bisschen um mich kümmern?

Sachen packen und nix wie weg?

Sachen packen und nix wie weg?

Und das Gewissen?

Ich hab aber auch ein schlechtes Gewissen, ob ich nicht zu viel will? Denn auf der anderen Seite habe ich einen Mann, der mich wirklich unterstützt und ich hab eine wunderbare kleine Tochter die mein Leben so viel schöner macht. Sollte man da nicht einfach nur glücklich und zufrieden sein? Bin ich, wirklich. Von ganzem Herzen. Aber momentan bin ich einfach nur müde…..

Wie machen das andere Mamas mit der Me-Time so?

Ich hab mich mal bei meinen Kolleginnen umgehört, wie sie mit dem Thema Me-Time umgehen und das handeln. Im Großen und Ganzen ist der Wunsch nach Me-Time der gleiche, denn natürlich kommt jede Mama mal zu dem Punkt, wo ihr die Power ausgeht… Mama-sein ist natürlich das schönste der Welt, aber auch ganz schön anstrengend! Und wir alle brauchen Zeit unsere Ressourcen wieder aufzuladen.

#fragmama

Aber Me-Time kann für jeden etwas anderes bedeuten, und das ist auch gut so! Danke Mädels für euer Feedback dazu:

Julia G. von immerlauter.net

Me-Time finde ich mittlerweile sehr wichtig, auch wenn ich da sehr viel anspruchsloser geworden bin als in der Zeit ohne Kind: Oft reichen mir die ruhigen Abend im Badezimmer und vor dem Laptop – die Friseur- und Arzttermine (!) bzw. der eine oder andere Abend außer Haus, um mich mit Freundinnen zu treffen + derzeit betrachte ich sogar meine Arbeitszeit im Job als „Me-Time“ – ein bisschen seltsam, oder? 

Judith L. von stadtmama.at

Me-Time brauche ich immer, bekomme ich aber viel zu selten. Arbeit zählt ja nur bedingt als Me-Time, fühlt sich aber manchmal so an, weil ich dabei wenigstens alleine bin dabei. Ich gehe zwei Mal die Woche am Abend zum Sport, das ist meine wirkliche Me-Time, denn da kann ich nebenbei auch tatsächlich GAR NICHTS anderes machen. Ich freue mich meist sehr auf die beiden Abende und bin danach immer merklich entspannter. Und ihr wisst ja: Entspannte Mama, entspannte Kinder. Leider hat Entspannung offenbar eine sehr kurze Halbwertszeit. Ich fürchte, ich sollte eigentlich jeden Tag Yoga machen. Vielleicht schaffe ich auch das irgendwann noch…

Christina G. von ichmitkind.at

Hallo! Me-Time bedeutet für mich nicht zwingend, dass mein Kind in der Zeit nicht bei mir sein darf. Für mich zählt es als Me-Time wenn wir etwas machen, das ich machen möchte. Also wenn in dieser Situation vorrangig meine Bedürfnisse und Wünsche zählen. Würde Me-Time bedeuten, dass ich zu dem Zeitpunkt alleine, oder zumindest ohne mein Kind bin, dann schränkt mich das doch total ein. Wichtig ist ein Partner, der einen unterstützt. Das kann am Morgen sein (der Papa geht mit dem Kleinen frühstücken, während ich mich in aller Ruhe anziehen und fertig machen kann), untertags (die Beiden spielen, während ich daneben auf der Couch ein wenig lesen darf) oder auch Abends (der Papa bringt den Kleinen ins Bett, damit ich meinen Blogartikel fertig schreiben kann). Es ist natürlich wichtig, dass das Ganze nicht einseitig läuft. Das heißt, auch der Papa braucht seine Me-Time.

Dani G. von diekleinebotin.at

Komplett OHNE ist für mich immer recht schwer zu realisieren: manchmal nimmt Oma sie beide. Meist versuche ich „Inseln“ im Alltag einzubauen, den Mittagsschlaf der Kleinen für mich zu nutzen und so. Gelingt mir nicht immer gut. Was mir auch gut tut sind die Kurzreisen. Wenn auch immer in Begleitung meiner Kleinen, aber Luftveränderung ist bei mir immer ein Bringer.

Birgit S von muttis-blog.net

Sehr, sehr wichtiges Thema! Ich hab gelernt, dass diese Ich-Termine auch tatsächlich im Kalender eingetragen werden sollten. Nur so finden sie nämlich auch tatsächlich statt. Kann ich nur bestätigen. Siehe dazu z.B. das Interview mit einer Mutter im Burn-out
Mein Kalender verrät in den kommenden Wochen: Bauchtanzen, Training, Lunch mit Freundin S., Paarwochenende mit dem Liebsten …

Tamara J von Herzensmensch

Wichtiges Thema: Ich hab selbst Erfahrungen mit totaler Erschöpfung gemacht und viel daraus gelernt. Auszeiten sind sehr wichtig und ich nehme sie mir heute bewusst und so oft es geht.

Stephanie A von 3fachjungsmami.net

Ich kann Zeit für mich ehrlich gesagt nur genießen wenn meine Kinder mit dem Papa zuhause sind. Da weiß ich das alles passt und kann so die Zeit für mich allein genießen. Ich habe erst vor kurzem gemerkt, wieviel Kraft ich daraus schöpfen kann.

Schlechtes Gewissen habe ich dabei nicht, weil ich eben weiß, dass sie beim Papa gut aufgehoben sind und keiner weint wenn ich wegfahre. 😊

Anders verhält es sich, wenn die Oma mal einspringen muss und die Kinder darüber im Moment nicht glücklich sind und lieber möchten dass ich da bleibe. Dann kann ich die Auszeit nicht genießen.


Danke Mädels für Eure Erfahrungen und Tipps. Ich glaub Birgit’s Tipp mit dem Kalender werde ich mir gleich abschauen. Und dann muss ich wohl ernsthaft mit dem Papa verhandeln ob er mir mal einen Tag frei geben kann.
Und ihr, wie geht es euch damit? Wie geht es euch so? Eure Gedanken sind herzlichst willkommen.
Alles Liebe und ein schönes Wochenende!
Anja

 

  • Helena

    Mit zwei Kindern ( 2 Jahre/ 4 Monate), die ich über alles liebe und niemals mehr hergeben möchte kann ich deinen Wunsch absolut verstehen! Und ich finde es völlig n, dass er da ist. Bei mir gibt es gerade gar keine Zeit alleine und ich bin sehr erschöpft und müde. Ich freue mich momentan darüber er, wenn ich nur ein Kind betreue oder mal in Ruhe die Wohnung putzen kann, weil mein Mann beide Kinder betreut…
    Ich freue mich deshalb auch darauf, dass ich in wenigen Monaten nicht mehr so unentbehrlich für das Baby bin.

    20. August 2016 at 19:14
  • Stefanie

    Auch ich hinterlasse heute mal ein Kommentar. Ich glaube JEDE Mama erkennt sich von Zeit zu Zeit in deinen Zeilen wieder. Ich gönne mir einmal im Monat einen Tag ganz für mich. Mein kleiner Zwerg (2Jahre) verbringt die Zeit bei den Großeltern und ich fahre 4 Stunden bewaffnet mit Bikini, kuscheligen Bademantel und Buch in die Therme Bad Vigaun, vormittags unter der Woche ist dort kaum was los. Danach gehe ich Mittagessen und mache noch einen ausgedehnten Spaziergang in meinem Lieblingswald ohne Handy und Internet, einfach Körper und Geist rasten lassen. Der Zwerg hat am Nachmittag wieder eine glückliche und entspannte Mami und ich Kraft für den Alltag. Durch die Doppelbelastung (eigentlich ein schreckliches Wort) von Familie und Job brauche ich einfach diese kurze Auszeit und kann sie mittlerweile auch ohne schlechtes Gewissen genießen. Mein Mann bekommt seit kurzem übrigens auch so einen regelmäßigen Entspannungstag, denn auch der Moderne Papa leistet so einiges!
    Danke für deinen ehrlichen und mutigen Beitrag, wir Powermamas dürfen auch einfach mal müde sein 😄💛

    28. Juli 2016 at 12:46
  • Gundi

    Hallo Anja,
    ich bin ein „stiller Mitleser“ von deinem Blog, heute gibt es auch mal einen Kommentar von mir.
    Ich bin seit kurzem auch Mama von einer bezaubernden Tochter und habe eine harte Woche hinter mir. Mein Mann war beruflich einige Tage weg und ich war deshalb mit der Kleinen erstmals auch abends bzw. nachts alleine. Neben dem tagesfüllenden Mama-Programm, das ein 11-wöchiges Baby eben so mit sich bringt, habe ich mich also auch noch „nebenher“ um unsere ganzen Viecher am Bauernhof gekümmert. Das heißt soviel wie das Baby um halb 6 in der Früh ins Wagerl legen und über die Weide zu den Rindern hoppeln und sie in den Stall treiben, ein Kalb zur Welt bringen, die Pferde versorgen und das Federvieh ins Freie lassen, der Hund und die Katze sind da glücklicherweise etwas selbständiger… Alle Futter- und Wasservorräte auffüllen und dasselbe Programm am Abend wieder. Und dabei immer die Kleine im Schlepptau, denn ich konnte sie ja schlecht alleine im Haus zurücklassen. Es war zeitweise echt schwierig, die Arbeiten zu machen und nebenher ein quengelndes Baby zu beruhigen, aber wir haben es geschafft und das erfüllt mich trotzdem ein bißchen mit Stolz 🙂

    Mein Essen bestand zeitweise nur aus Manner-Schnitten und Schokolade und in die Dusche habe ich es – zugegebenermaßen – auch nicht jeden Tag geschafft.

    Ich freue mich auf ein bisschen mehr Schlaf und irgendwann wird auch wieder mehr Zeit für Me-Time bleiben….

    22. Juli 2016 at 13:27
  • Kathrin

    hi Anja…leider keine Zeit für lange Ausführungen weil mich meine kleinen Ununterbrochen fordern….aber ja ich kenne das und es geht mir gleich….da ich keine Hilfe habe, bleibt mir nur übrig meinen Einstellung von Zeit zu Zeit wieder gleich zu rücken. Erholung ist eine Dusche ohne jammerndes Kind, ein Mittagessen ohne nebenbei zu füttern und das Essen von boden zu wischen, ein Telefonat ohne Kindergezerre an mir….hin und wieder geht das am WE wenn mein Mann zu Hause ist. Kopf hoch….es wird leichter und auf einmal hat man wieder Kraft! Schön dass Dein Mann dich gut unterstützt. Aber pass auch auf dich und deine Ressourcen…es muss nicht immer alles perfekt sein und Mega Hipp und stylisch….dann sind die Kinder halt mal dreckig im Bett und die Küche geht über vor Töpfen und als Abendessen gibt es Frankfurter…gib acht auf dich…eine glückliche Mama macht glückliche Kinder!!! Bussi aus Übelbach

    22. Juli 2016 at 12:00
  • Martina Meyer

    Ach ja… hast du gut geschrieben. Ich fühle mich auch grad so…. Meine Große 3J kann mal einen Tag zur Oma, aber mein kleiner knapp 4 Monate alt wird voll gestillt; da ist ausser mal ein Spaziergang mit Oma nicht drin (ich pumpe nicht ab). Ich bin müde und müde und schlapp; außer spazieren im Schneckentempo mache ich kaum Bewegung weil ich wenn es mal ginge froh bin einfach nix zu tun oder sowas mache wie in Ruhe zu duschen oder Nagelpflege machen.
    Und das mit dem schlechten Gewissen…tja…müsste man nicht haben, hat man aber leider. Ich glaube, das ist wieder so ein Ding, das die Natur eingerichtet hat, ein Überbleibsel aus der Steinzeit, das man nicht austricksen kann – damit die Kinder versorgt sind.
    Dennoch werde ich mit meinem Mann heute reden und um kurze ‚Auszeit‘ bitten…auch wenn er den ganzen Tag arbeiten war und vl auch müde ist, aber Vl versteht er mich dann so einer – übertrieben gesagt – Grenzerfahrung besser (warum ich oft auch zum Kuscheln zu müde bin und ihn nicht immer mit offenen Armen und Grinser nach seiner Arbeit empfange). Grenzerfahrung deshalb, weil ich echt oft an meine Grenzen gehen muss mit Baby und Kleinkind in Trotzphase und manchmal um drei NM immer noch nix gegessen hab.

    Also, hier ist die Me-Time auch dringend nötig und erwünscht… wenn jemand ein Geheimrezept dafür hat, bitte mir sagen 😜!

    (Anja, übrigens Heinzelmännchen sind bei mir immer noch keine aufgetaucht😕…hm?!? 🙄) 😀😀😀

    22. Juli 2016 at 10:43