Tipps & Tricks: Entspanntes Fliegen mit Kleinkindern

Meine Lieblings-Reise-Tipps: clever und smart reisen mit Kids

Als Globetrotterin im Herzen zieht es mich regelmäßig in die Ferne! Ich fühle mich in der Welt zuhause und lasse die übliche Antwort „mit Kindern geht das doch nicht“ einfach nicht gelten. Nicht für mich. Es ist mir klar, dass man mit Kids anders, aber es ist nicht alles vorbei. Im Gegenteil man lernt Destinationen ganz anders kennen. 

Reise so, wie du es dir zutraust!

Schon als wir mit dem kleinen Fräulein das erste Mal nachNew York geflogen sind, hab ich immer wieder gehört:“Was?!? Das traust du dich?!? Mit einem Kleinkind soooooo weit fliegen?“ Ich hab mir nie Gedanken gemacht, ob man sich sowas trauen muss…. und das ist auch schon mein erster Tipp, reise nur so, wie du es dir zutraust.

Denn, ist die Mama entspannt, sind auch die Minis entspannt.

Was sonst so zu einer entspannten Reise beitragen kann, habe ich für euch zusammengefasst. Vielleicht ist der ein oder andere Tipp dabei, der euch beim nächsten Urlaub helfen kann? Einiges ist Flughafenabhängig, oder Airlineabhängig…. aber ich verrate euch, was möglich ist.

Meine Flugerfahrung basiert hier übrigens auf folgendem Lufthansa-Flug: Salzburg – Frankfurt – Miami & retour. 

Reiseplanung – so fliegst du gut & günstig

Meine Tipps & Tricks

1 Rechtzeitig buchen

Wir haben etwa neun Monate im Voraus gebucht (kurz nach des kleinen Detektivs Geburt) und ich hab mir viel Mühe gemacht, tagelang verschiedenste Kombis rauszusuchen. Denn oft macht der Reisetag bereits ein paar Euro Unterschied aus. Verschiedene Airlines bieten Discount-Days an, dh an gewissen Tagen kann man billiger buchen. Es lohnt sich das herauszufinden.

Wir haben, wie bereits erwähnt, Lufthansa Flüge ergattert. Ein wahres Schnäppchen: für die ganze Family um knappe 1.500 Euro. Ja. Hin und Retour. Das sind drei Vollzahler (das kleine Fräulein zahlt voll) und ein Infant (Baby).

Babies zahlen bis zum 2. Geburtstag nur eine kleine Taxe. Haben aber auch keinen Anspruch auf einen Sitzplatz. Das bedeutet, ihr müsst es auf dem Schoß setzen. Wenn der Flieger nicht voll ist, kann man natürlich Glück haben.

2 Das Routing

Mit kleinen Kindern empfehle ich eine möglichst direkt Verbindung, kleine unkomplizierte Flughäfen und keine zu knappe Umstiegszeiten.

Wir hatten Glück mit Salzburg – Frankfurt – Miami. Salzburg ist ein kleiner und sehr familienfreundlicher Airport. Aber leider nicht der Nabel der Welt, dh man muss sowieso über Frankfurt oder Wien fliegen.

3 Das Babybett & Sitzplatzreservierung

Viele Airlines bieten ein Babybett für die ganz Kleinen an. Am besten bei der Airline, für die ihr euch entschieden habt erkundigen. Das Babybett ist kostenlos, sollte aber reserviert werden. Die Anbringung ist nur bei bestimmten Plätzen möglich, darum empfiehlt es sich eine Sitzplatzreservierung bei der Hotline vorzunehmen. Kostet bei LH pro Person und Strecke 25 Euro.

Generell rate ich euch als Familie IMMER Plätze zu reservieren, denn ihr wollt bestimmt nicht getrennt werden und quer im Flieger verteilt sitzen.

Bei Flügen ab Salzburg ist keine Reservierung notwendig. Hier wird jede Familie zusammengesetzt.

4 Das Frei-Gepäck

Auch wenn das Baby keinen eigenen Sitzplatz hat, könnt ihr bei einigen Fluglinien ein Gepäckstück PLUS einen Kinderwagen/Babyschale kostenlos mitnehmen. Unbedingt mit der gebuchten Airline checken. Bei Lufthansa und Austrian gehts mal fix!

5 Special Kids Meal

Mein Lieblings-Tipp ist das Special Meal. Wusstet ihr, dass ihr online die Möglichkeit habt, ein Special Meal auszuwählen? So bekommt ihr nämlich immer als erstes euer Essen.

Wir haben es so gemacht: Mama eine Sondermahlzeit (glutenfrei) und das kleine Fräulein ein Kids Meal. So konnten wir zuerst essen und Papa sich um den kleinen Detektiv kümmern. Als wir fertig waren, kam sein Essen – Baby wurde getauscht und jeder konnte einigermaßen gemütlich essen.

Für Babies ist im Übrigen auch immer Gläschen-Nahrung an Board.

6 Security Check

Mit Kind wird man beim Reisen meistens bevorzugt behandelt. Wahrscheinlich hat keiner Lust auf schreiende Minis, die zu lange in der Warteschlange stehen…. oder man ist einfach mal nett.  Zum Beispiel am Airport. Die meisten Security Check Points reihen Familien bei der Fast Lane zusammen mit den Business Class Gästen ein. Einfach fragen. Fragen kostet nix!

In Miami geht es zum Beispiel. Die machen das automatisch.War sehr praktisch.

7 Boarding

Auch hier gilt Familien mit Kinder zuerst. Man darf ganz offiziell gemeinsam mit der Business Class in den Flieger einsteigen und muss nicht ewig in der Schlange am Gate stehen. Nice!!!

8 Spielplätze

Ich weiß nicht, ob das neu ist, oder ob es mir erst jetzt auffällt, weil ich Kinder habe. Auf Flughäfen gibt es doch tatsächlich Spielplätze. Zum Beispiel in Frankfurt! Da können die Minis sich zwischen den Flügen ein bisschen austoben.

Spielplatz am Frankfurter Flughafen

Unser Flug über den Atlantik – so war es wirklich!

Wenn man das alle weiß und sich entspannt, dann wird die Flugreise ein Kinderspiel. Finde ich.

Oft wurde ich gefragt, wie der Flug so war. Mit zwei kleinen Kindern. So weit. Und so.

Der Hinflug

Der war super. Besser hätte man es sich nicht erträumen können. Die Kinder waren „brav“ – was auch immer das bedeutet. Zumindest haben sie niemanden mit Essen beworfen oder das Flugzeug niedergeplärrt. Ich finde sie waren entzückend und unkompliziert. Sie waren tolle Reise-Buddies. Wahre Mini-Globetrotter halt. Meine Gene!

Klar, sie waren aufgeregt. Es war ja auch mega spannend. Keiner von uns wusste wie es wird….. der kleine Detektiv hat meistens geschlafen oder genuckelt. Stillen ist sehr praktisch beim Fliegen. Das kleine Fräulein hat Pickerl gepickt (Stickeralben brauchen nicht viel Platz im Handgepäck), Bücher angesehen (Pixibücher sind ideal für unterwegs), gegessen, geschlafen und natürlich viel zu viel Filme gesehen.

Ja sie hat das Kinderprogramm auf und ab gesehen. Aber das a st ok für mich. Schließlich fliegen wir ja nicht jeden Tag 10 Stunden über den Atlantik…. und ich bin da recht entspannt. Wir haben die Filme gemeinsam ausgesucht und alles war gut. Das kleine Fräulein war glücklich, und Mama auch.

Zehn Stunden ruhig zu sitzen ist ja auch für uns Großen nicht so lustig. Da darf man seine Grundsätze schon mal für einen Tag nach hinten stellen.

Der Rückflug

Der Rückflug war übrigens ein Nachtflug. Den hätte ich mir leichter vorgestellt. Ich hab gedacht, ha, wir gehen auf den Flieger, alle voll müde, wir machen die Augen zu und Schwups sind wir in Europa. Naja ganz so easy cheesy war das dann aber doch nicht.

Irgendwie wußten die Kleinen dann schon wie es geht mit der Fliegerei und hatten nicht mehr soviel Respekt. Sie waren trotzdem total „brav“ – aber nicht mehr ganz so ruhig…… Außerdem hat der Detektiv gezahnt und wollte nur auf Mama oder Papa liegen…. die große Schwester wollte gar nicht schlafen…. viel zu lustig das Fliegen. Man könnte ja was versäumen. Aber nach einem Film und einem mittelmässigen Abendessen war alles wieder einigermaßen beruhigt und das Fräulein hat sich in den Schlaf gekuschelt. Auch der kleine Bruder hat gut geschlafen. Allerdings leider nicht in dem praktischen Babybettchen, sondern auf Mamas Busen….

Globetrotter-Family

Was wir in Florida gemacht haben? Das erzähle ich euch gerne das nächste Mal.

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