Mallorca mit Kind – verlängertes Wochenende ganz ohne Pauschalreise

Wir sind (leider schon wieder) zurück aus Mallorca, welch eine wunderbare Auszeit für unsere kleine glückliche Familie.

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Kurztrip mit Kind nach Mallorca

Leider hatten wir, wegen unserem Haus- und Bungalow-Projekt, nicht viel Zeit und Budget über für unseren Jahresurlaub. Und so war es nur ein klitzekurzer Kurzurlaub – ein verlängertes Wochenende quasi. Und das so ganz ohne Pauschale oder Reiseveranstalter.

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Direkt von Salzburg

Wir waren drei volle Tage, plus Anreise- und Abreisetag, auf der wunderschönen Baleareninsel, die dank NIKI in weniger als zwei Stunden täglich und direkt aus Salzburg erreichbar ist. Da kann man auch mal übers Wochenende hin. Auch mit Kind, Kleinkind oder Baby!

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Ab in den Süden!

Perfekte Reisezeit

Jetzt nach den Ferien ist wahrscheinlich die beste Reisezeit für Jungfamilien ohne schulpflichtige Kinder. Das Meer ist noch super warm, die Strände fast verlassen und die Unterkünfte um einiges günstiger. Kein Wunder, dass man vor allem Pärchen mit Maxi Cosi & Co. antrifft (Gut, zugegeben auch Pensionisten….)
Bitte bloß keinen Pauschalurlaub!

Individuell & Internet

Gebucht habe ich, wie immer ganz allein, individuell übers Internet. Ich als alte Globetrotterin hab meinen eigenen Stil zu reisen, leider mittlerweile auch ein bisschen anspruchsvoll, wobei da geht es nur um meine persönlichen Ansprüche und nicht zwingend um Hotelsterne. Ich liebe das besondere, bin immer auf der Suche danach, mags so untouristisch wie nur möglich und individuell. Außerdem liebe ich Essen, allerdings nur gutes – was nicht heißt Gault Milliau oder Michellinsterne, aber halt auch nicht Tiefkühlkost und Massenabfertigung in so Touribuden mit schlechtem Service.

Ja, mir ist klar, ich hab ein Kind und bin nicht mehr allein unterwegs und das Budget ist auch ein bisschen kleiner als Familie. Aber es geht! Wenn man nicht will, muss man nicht irgendwo hinfahren und in eins dieser in den siebziger Jahren stehengebliebenen Hotelbunkern überteuert nächtigen. Sich mit hunderten am Frühstücksbuffet catchen und dann vor dem letzten nicht definierbaren Wurstblatt kapitulieren oder sich über diesen fertigen Orangensaftkonzentratsmix ärgern. (Bitte verzeiht mir… das ist nur meine subjektive Erfahrung und ich freu mich wenn es auch anders geht….! ) ich kenne mich gut genug, um zu wissen, dass so eine Art Urlaub mich weder entspannt, und doch eher unglücklich macht.

Anders reisen mit Kind

Ich reise eben anders lieber. Lieber anders. Auch mit Kind, Kegel und Babybauch. Mir ist total klar, dass das nicht für alle so entspannt ist…

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Volle Entspannung!

Die drei Tage in Mallorca waren es auf jeden Fall für uns! Wir haben Sonne getankt, im Meer geplanscht (durchaus noch warm genug), meistens gut gegessen und viel geschlafen. Und wir hatten uns. Keine Gedanken an irgendwelche Fliesen fürs Bad oder Dienstpläne, kaum WIFI, keine Alltagssorgen. Es war so wie es war, perfekt. Gut, ein bisschen zu kurz. Aber ist es das nicht immer?

Nicht einmal der Regentag hat uns gestört. Wir haben eine Inselrundfahrt mit dem Mietauto unternommen und eine wahnsinnig schöne Insel erkundet. Bis 15 Uhr haben wir es auch geschafft dem Regen davon zu fahren. Dann hat er uns allerdings voll erwischt! In Sóller, am Hauptplatz. Gefangen in einem von mir eher gemiedenem Touristennepp-Cafe. Aber es hat so geschüttet. Wir hatten keine andere Chance. -( Auch der schönste Urlaub muss eine kleine Niederlage aushalten!

Mallorca mit Kind im Überblick

Jetzt aber noch zu den Details

Die Buchung:

wie gesagt individuell zusammengebastelt.

Der Flug:

Flug mit NIKI online gebucht über eine der Flugvergleichsseiten oder direkt…. Mittwoch mittag nach Palma und Sonntag vormittag (leider schon wieder) retour.

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Müdes kleines Fräulein

Das kleine Fräulein hat den Hinflug komplett verschlafen.

Hotel oder Ferienwohnung:

Unsere Unterkunft war ein wirklicher Glücksgriff. Ihr könnt euch schon denken, es war kein Hotelbunker…. die mag ich nämlich generell nicht so. Ferienanlage war auch kurz im Gespräch, weil halt so praktisch. Kinderspielplatz und so. Aber in Wahrheit bin ich das auch nicht so. Und mal ehrlich? Es ist nett, aber braucht man das wirklich?? Also wieder mal über meine Lieblingsplattform Airbnb.com gebucht. Unser Ferienhaus in Sa Rapita war nicht nur ein Schnäppchen, es war auch super schön und ideal gelegen. Nur sieben Fußminuten (mit Kind IN Buggy) vom wunderhübschen weißen Sandstrand Sa Rapita entfernt, stand unser Stadthäuschen mit seinen drei Schlafzimmern und Pool! Und total Kleinkinder-geeignet mit Gitterbett, Treppenschutz, Hochstuhl,… Für uns war es fast ein bisschen groß. Das nächste Mal nehmen wir vielleicht Freunde mit? Vielleicht…

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Das Essen:

Das Frühstück haben wir im Häuschen auf der Terrasse genossen. Sonst haben wir uns allerdings mit Paella, Fisch und Unmengen an Oliven & Aiolli von Restaurant zu Restaurant durchgeschlemmt.

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Feinschmeckerin liebt Muscheln… aller Art

Meine Restaurant Favoriten

  • Valldemossa – Casa de sa Miranda (modernes spanischen Restaurant mit kreativen Speisen
  • Palma – Cafe Juan de Juan Antiguedades (nennen wir es New Fusion-Tapas orientalisch)

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Unterwegs:

Wir haben uns gleich bei Anreise ein Mietauto genommen (recht günstig über Check 24) und so eine tolle Inselrundfahrt gemacht! Von Sa Rapita im Süden erstmals nach Portopetro, Ostküste, wo wir nur durchgefahren sind, weil unser VIP-Passagier so gut geschlafen hat! Dann landeinwärts vorbei an Felanitx nach Petra – einem Biker-Mekka mit echt herziger Altstadt. Dort haben wir im Petit Hotel einen Snack genossen. Dann sind wir weiter nach Inca, von wo wir über Barracar nach Fornalutx wollten. Da war blöderweise aber grad der Mallorca Ironman oder so ähnlich im Gange und die Strasse gesperrt. Alles retour nach Inca und über eine spannende Bergstraße, durch Mini-Dörfer (hier kanns eng werden vorallem wenn man auf inkompetente Autofahrer trifft!) wie Orient und Bunyola bis nach Sóller. Da mussten wir mal wieder eine Pause machen, die Mägen knurrten.

Leider wurden wir dabei vom Regen erwischt und mussten in das nächstbeste Lokal flüchten und waren somit in einem Tourischuppen gefangen. Es war 15 Uhr und wir waren so hungrig. Fehler. Fazit: Iß‘ nie am Hauptplatz… leider. Ich frage mich: Wo gibt es bloß ein grossartiges Lokal in so einer 1A-Lage?!? Sagt es mir bitte! In Sóller wohl nicht….

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Auch im Regen noch gut drauf!

Zwei Stunden später sind als der Regen nachließ sind wir weiter nach Valldemossa. Fornalutx wurde gespritzt. Es war ja schon 17 Uhr.

Valldemossa

Nicht an den Port und auch nicht ins Unterdorf. Dafür wars schon zu spät. Macht aber nix, denn das kleine Fräulein hatte die grösste Freude im Labyrinth vom Jardin de Jaume.

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Dann war es ohnehin schon Zeit fürs Abendessen und da hatten wir diesmal Riesen Glück. (Gott sei Dank!!) Und der Widerspruch zu meiner vorherigen Vermutung gleich am Tablett serviert: direkt neben dem Kartäuserkloster findet man dieses kleine Lokal: fein, lecker, besonders und eine tolle Speisekarte. Neben Tapas, gibt es eine tolle Abendkarte…. des kreativen Chefs. Einfach köstlichst!!!! Außerdem sehr begehrt, fast alle Tische waren reserviert. Gut, dass wir um 19 Uhr schon da waren.

Wir empfehlen die Canelloni mit Kürbis-Ziegenkäse gefüllt und Salbei (das kleine Fräulein hat es fast alleine verschlungen!), Spanferkel mit getrüffeltem Kartoffelpüree und Birne und als Dessert Kokosflan! Ich nehme an, auch die Weinauswahl ist auch hervorragend- hab ich aber natürlich nicht probiert.

Der Strand:

Unsere Strandtage haben wir in Sa Rapita und Es Trenc genossen. Der Strand ist wahrlich zauberhaft. Ganz weiß und das Wasser türkisblau und ganz flach. In unserem Häuschen gab es einen Sonnenschirm (den vielleicht Vermieter zurückgelassen haben?). So konnten wir uns diesen leihen und mussten nicht die Liegen und Schirme am Beach anmieten und haben täglich 18 Euro gespart!

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Palma – die Stadt:

Auch Palma ist auf jeden Fall einen Besuch Wert und einfach traumhaft schön! Wir haben es gewagt mit dem Auto reinzufahren, was laut unserem Reiseführer zu vermeiden ist. Kann mir gut vorstellen, dass es recht voll ist in der Hochsaison. Und: Parken ist nicht billig, aber gut, teurer als in Salzburg ist es auch nicht wirklich.

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Sightseeing Mama und Fräulein

Was wir uns sparen hätten können:

Natürlich lernt man auch bei jedem Urlaub dazu….

  • Den Marco Polo Reiseführer vom Airport. Ja was soll ich sagen. Ich bin nich der Marco Polo Reiseführer-Typ. Man sollte immer bei seinem Lieblingsreiseführer (in meinem Fall DK) bleiben oder Blogs lesen 😉
  • Die Fisch- und Meeresfrüchteplatte im Can Pep bei uns im Ort (empfohlen von Marco Polo) – es war wirklich gut – aber 45 Euro PRO PERSON nicht Wert! Auch wenn is laut des Reiseführers DAS Fischlokal der Einheimischen ist… die Preise sind schon eher touristisch. Tja, daher: Der Tag danach war Fastentag. Wegen zufiel Essen und leerem Börserl.
  • 50 Prozent unserer Kleidung. 2 Badeanzüge, 3 Kleider, 1 Jackerl und ein paar Flip Flop hätten für mich gereicht… aber gut man weiß ja nie auf was man so Lust hat im Urlaub. Oder?
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Quality-Time

So war er also, unser nicht-Pauschalurlaub mit Kind:

Viel Sonne, viel Schlaf und jede Menge Qualitytime mit meinen Lieblingsmenschen.

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Hasta luego, Mallorca! Ich nehme an, wir sehen uns bald wieder.