Heilende Maiwipferln (#kräutermamas)

#kräutermamas – ich bin dabei!

#Kräutermamas

Ich bin ja eine kleine liebe Kräuterhexe. Wie viele von euch wissen, habe ich die schwangeren Monate dazu genutzt mein Kräuterwissen zu intensivieren, zu erweitern und habe die Ausbildung zur TEH Kräuterexpertin gemacht. Denn Kräuter haben mich schon immer fasziniert und interessiert. Diese schlauen, weisen Pflanzen, die so viel mehr können als hübsch auszusehen. Auch in meinem Blog-Namen erkennt man vielleicht mein Faible für Kräuter. Tja, die wenigsten unter euch werden wahrscheinlich ein Kraut im Gänseblümchen sehen. Aber unterschätzt mein Lieblingsblumerl nicht…. das kann viel mehr als nur süß auszusehen. Was genau verrate ich euch aber das nächste Mal.

Es gibt so viel vergessenes Wissen, dass es einfach Wert is weitergetragen zu werden. Darum seh ich mich als Botschafterin der Kräuter, als eine Vertreterin des Wissens, und habe zusammen mit zwei lieben Gleichdenkerinnen eine, nun ja, sagen wir mal „Union“ gegründet: 

#kräutermamas

Also, bin ich erfreulicherweise nicht die einzige Kräuterhexe im Web, diese Leidenschaft teile ich mitunter mit zwei sehr sehr sehr lieben Mamabloggerkolleginnen: Verena von Mami Rocks und Birgit von Kids, Cooks & Composts. Wir haben uns also zusammengetan. Wir werden uns gemeinsam durch den Kräutersommer schreiben und euch jede Woche ein Kraut vorstellen.

Die Beiträge findet ihr ab sofort unter dem Hashtag #Kräutermamas auf unseren Blogs und großen weiten Web.

Letzte Woche hat Birgit uns schon den Schnittlauch samt Blüte vorgestellt. Danke meine Liebe, denn seither esse ich wieder vermehrt Butterbrot…. und mein kleines Fräulein liebt den Schnittlauch sowieso, vorzugsweise direkt aus dem Kräuterbeet. Pur.

Ich möchte euch heute gerne was über Maiwipferln erzählen, auch bekannt als Fichtenwipfel. Gut, vielleicht kein Kraut im Klassischen Sinne, aber ein ziemlich eindrucksstarker und wirkungsvoller Pflanzenteil.

Das Maiwipflerl

Maiwipferl

Sammeln… aber richtig!

So nennt man die kleinen hellen Triebe, die an der Fichte im Frühjahr, meist also im Mai, wachsen. In höher gelegenen Gebieten, wie dem Lungau, kann sich das im Kalender ein bisschen nach hinten verschieben. Das heißt je höher ihr wandert, desto kleiner wahrscheinlich die Wipfeln.

Die Maiwipferl zählen zusammen mit Thymian, Quendel, Eibisch und Spitzwegerich zu den bekanntesten Hustenkräutern und sind sehr verträglich auch bei Kindern. Schon meine Mama hat immer einen Maiwipferlsaft gemacht, und ich hab mich als Zwerg immer gefreut, wenn ich ENDLICH Husten hatte…. Das Rezept hierzu hab ich euch übrigens schon mal verraten.

Maiwipferl

Maiwipferln alias Fichtenwipferl

Das können die kleine Wipferln:

Sie haben eine schleimlösende, antiseptische und leicht entzündungshemmende Wirkung. Sie enthalten neben wertvollen ätherischen Ölen auch noch viel Vitamin C.

Bitte gebt Acht bei eurer Ernte! Wahrscheinlich habt ihr keine eigenen Fichtenbäume in eurem Garten stehen.  Im Idealfall befragt den Bauern oder Forstwirt, ob ihr das auch dürft. Im Normalfall ist das allerdings schwierig, darum sammelt bitte immer nur so viel, wie ihr selbst gebrauchen könnt. Immer nur ein paar nachwachsende (nicht zu junge) Triebe pro Baum und egegnet den Bäumen mit Respekt und Dankbarkeit.

Im Wald Maiwipferl pflücken

ab Mai ist Wipferl-Zeit!

 

Ich hab euch natürlich auch noch ein Rezept mitgebracht, allerdings eines zum Genuss. Da aber Kräuter integriert in den alltäglich Lebensmittelgenuss eine besonders gute Wirkung haben, ist es auch irgendwie heilend 😉

Danke an meine liebe Freundin Ulli, Kräuterhexe mit Herz, St. Michael, Lungau.

Fichtenwipfelsirup mit Orangen

  • 2 Liter Fichtenwipferl
  • 1 Bio Zitrone
  • 2 Bio Orangen
  • 1,5 l abgekochtes Wasser
  • 1,5 l Zucker (ja, leider, sonst hält der ganze Zauber nicht)

Photo by Terri Bleeker | StockSnap.io

Mit dem kaltgewordenen, abgekochten Wasser werden die Wipfel angesetzt. Zitrone und Orangen waschen und in Scheiben schneide, zum Ansatz dazugeben. Zwei Tage abgedeckt ziehen lassen. Immer wieder umrühren. Abseihen und mit dem Zucker nochmals aufwallen lassen, bis dieser verflüssigt ist. Abfüllen und genießen. Entweder mit Sprudelwasser oder auch Prosecco/Sekt. Hugo war gestern…

Viel Spaß beim Nachmachen,

wünscht euch

Anja

psssst: Kommende Woche hat Verena ein tolles Kraut für euch parat:

Wenn ihr Lust habt, schreibt doch auch etwas dazu, kommentiert auf unseren Blogs und hinterlasst uns eure Links in den Kommentaren oder auf Facebook, Twitter oder Instagram unter #Kräutermamas