#dasreisendefräulein: Ab nach Hause – eine Heimreise in zwei Akten

Unser Urlaub geht dem Ende zu:

Tag 5: der eigentliche Abreisetag

Heute geht es wieder nachhause. Vielleicht. Aber zu erst wollen wir noch einen kleinen Ausflug machen. Das Wetter ist ganz gut. Zwar nur mäßige 16 Grad, aber die Sonne scheint und wenn wir mal 1130 km von zuhause weg sind, sollten wir den Tag noch ein bisschen ausnutzen.

Drum fahren wir an den nördlichste Zipfel von Rügen, okay das ist jetzt die völlig falsche Richtung, aber sind ja nur 70 km in etwa. Der nördlichste Zipfel ist Kap Arkona. Wunderschön an der Steilküste gelegen, noch so ein Highlight, welches den Umweg auf jeden Fall Wert ist.

Nach einer Stunde kommen wir beim Parkplatz in Putgarten an, hier ist erstmal Endstation, denn weiter kommt man nicht mit dem eigenen Auto. Wir bezahlen 4 Euro Parkgebühr, packeln das Fräulein und uns zusammen und maschieren zur Info-Tafel. Mit Infotafeln kennen sie sich gut aus die Rügener (wie nennt man eigentlich die Bewohner von Rügen?) Nun gibt es drei Möglichkeiten zum zwei Kilometer entfernten Kap Arkona zu gelangen.

Zu Fuss, mit dem Bummelzug oder mit der Kutsche. Letzteres hätte mir persönlich am besten gefallen, aber irgendwie habe ich keine Kutsche entdeckt. Dann nehmen wir eben den Zug. An der Kasse kann man die Fahrkarten kaufen. Hin und Retour kommt das dann auf 3,50 Euro pro Person. Baby und Kinderwagen frei. Diese kleinen Bummelzüge kennt ihr bestimmt, die sind nicht gerade barrierefrei, also haben wir den Wagen zusammengeklappt, dann geht das schon.

Die Kap-Arkona-Bahn

Nach einer fünfminütigen Fahrt (ich empfehle Bargeld mitzunehmen, denn unterwegs gibt es keinen Geldautomaten) durch die schöne Landschaft. Beim Kap wird ausgestiegen und man schaut sich die wunderschöne Umgebung an, es gibt auch ein Restaurant und Imbiss, Echtes Moskauer Eis wird an einem kleinen fahrbaren Stand verkauft und erinnert an die DDR-Zeit, sagt man.

Kleiner Nebengedanke: Selbst Moskau scheint in den letzten Jahren zu westlich geworden zu sein, da dieses nostalgische Eis mir da nie untergekommen ist.

Außerdem gibt es einen Punker zu besichtigen, einen Töpferladen – in dem man einkaufen kann und Leuchttürme – die man besteigen kann. In einem dieser Türme bin ich dann rein, oder rauf. Der größere von den zweien ist noch aktiv, und kann auch besichtig werden. Ich war noch nie in einem Leuchtturm, beziehungsweise kann ich mich nicht daran erinnern.

Achtung, Nebengedanke: Bei Leuchttürmen muss ich immer an Elliott das Schmunzelmonster denken oder an Grisu den kleine Drachen? Also in einem von beiden Filmen, da gibt es doch auch einen rot-weiß-roten Leuchtturm, oder?

Hach, jetzt bin ich schon wieder in meinen Gedanken abgebogen, entschuldigt!

Also auf jeden Fall bin ich rauf auf den Leuchtturm. 167 Stufen und es war so cool! Mega-stürmisch, aber eine tolle Aussicht. Ach ja, das kostet natürlich auch was, 3 Euro. Wer nicht ganz so weit rauf will, sollte den kleinerem nebenstehenden Turm um 2 Euro besuchen.

die zwei Leuchttürme

Rauf geht’s 67 Stufen noch!

Ausblick vom Leuchtturm

Vom Kap kann man dann 1,2 km an der Steilküste zu dem kleinen Fischerdörfchen Bitt spazieren. MALERISCH, sage ich euch. Das müsst ihr unbedingt machen. Es ist wirklich so schön hier. Mit Blick auf die Steilküste.

Malerischer Ausblick von der Steilküste, am Wanderweg nach Vitt

Das Fischerdorf ist auch sehr herzig, natürlich ist das jetzt kein Geheimtipp, man ist hier auf den Touristenansturm vorbereitet, aber alles ist noch klein und fein. Es gibt eine Räucherfisch-Kate am Hafen, ein Restaurant „Der alte Anker“ mit Fischbrötchen-Bude, ein Café am Meer und einen Crepes-Stand, außerdem natürlich Mitbringsel zu kaufen.

das Fischerdorf Vitt

Wir haben uns – genau – für das obligatorische Fischbrötchen entschieden. Frei nach dem Motto: A Fischbrötchen a day keeps die Sorgen away. Wir hatten auch nur noch 7 Euro, da wäre mehr nicht drin gewesen… weil wir waren vorher natürlich NICHT beim Geldautomaten.

Von Vitt sind wir wieder mit der Bummelbahn zurück zum Parkplatz und haben die große Heimreise angetreten. Der Plan war, fahren bis wir nicht mehr wollen oder können. Bei über 1000 Kilometer weiß man vorher nicht genau wo das sein wird.

Um 18 Uhr haben dann langsam unsere Mägen zu knurren angefangen. So ein Fischbrötchen hält auch nicht lange an! Also sind wir bei der nächsten Abfahrt ab: POTSDAM

Welch eine schöne Stadt uns hier erwartet. Wow, wir waren ja schon so oft in Berlin, aber nach Potsdam sind wir nie rausgefahren. LEIDER!! Und wird somit unbedingt auf die 2 Do Liste gesetzt!

Umso schöner nun die Überraschung. Seit zehn Tagen lustet es uns schon auf Sushi und deswegen mal schnell gegoogelt wo es das beste Sushi in Potsdam gibt et voilà:

SIAM SUSHI

Friedrich-Ebert-Straße 30

im Holländischen Viertel.

Kann ich sehr empfehlen. Die Karte ist sehr umfangreich, was es hier alles gibt, da schlackern mir ja die Ohren, und das Wasser zergeht mir im Mund! Neben Sushi gibt es auch noch Thai Food. Das Service ist ausgesprochen freundlich, schnell und nett. Und das Sushi, sehr frisch, das Angebot mehr als vielfältig. Da merkt man wieder in welch einer Provinz wir wohnen… konnte mich ja kaum halten bei der Bestellung.

Und das Fräulein? Das war froh, endlich mal wieder an der frischen Luft zu sein und hat uns zugeschaut. Natürlich gab es danach auch eine Portion frische Muttermilch (im parkenden Auto)

Anschliessend an California Makis, Rainbow Rolls, Summer Rolls & Co haben wir eine kleine Sightseeing Tour mit dem Auto gemacht. In Potsdam ist es ja an jeder Ecke so hübsch und alles irgendwie sehenswert. Auch um den Park Sanssoucci sind wir herumgefahren. Da hat man das Schloss selbst leider nicht gesehen, aber einige prunkvolle Zubauten. Von Potsdam wären es noch 6 Stunden bis Salzburg gewesen, bei gutem Verkehr. Das war uns dann doch zu weit und wir haben uns in Leipzig eine Bleibe gesucht.

Tag 6: Noch immer Abreisetag

Frisch und munter. Herrlich geschlafen im Marriott Leipzig. Ich weiß nicht, ob euch das bekannt ist, aber Marriott hat die besten Matratzen und das bequemste Beding von allen. Vor Jahren hat man mal sehr viel Geld investiert in diese gemütliche Schlafqualität und egal wo auf der Welt man schläft, im Marriott schläft man immer gleich gut. (Glaubt mir, ich habe schon ein paar Marriott weltweit getestet)

Nach einem kleinen Frühstück in der Lounge (ich zehre auch hier noch von meinem Elite-Bonus als Vielschläferin aus meiner Fliegerei-Zeit) geht es weiter. Auf Grund des Regens verzichten wir auf ein weiteres Sightseeing, ist auch ok, denn wir haben in den letzten zehn Tagen wirklich viel gesehen und erlebt und fahren gleich los. Nach Leipzig kommen wir ein anderes Mal.

Ab nachhause mit noch einem kleinen Zwischenstop bei unserer lieben Freundin Petra (die vom Gutschein). Die hat anscheinend auch was zum Essen hergerichtet. Yamm Yamm. Dann kann auch das Fräulein nochmal raus und bisschen rumliegen, bekommt ihr Mittags-Glaserl in Ruhe und eine frische Windel.

Estimate Time of Arrival zuhause: 18 Uhr.

(Nachtrag: Actual Time of Arrival: 18:45 Uhr)

So, meine Lieben, die Reise ist zu Ende.

Wenn ihr hier angelangt seid, dann seid ihr auch am Ende unseres ersten Familienurlaubes alias Roadtrip mit dem #reisendenfräulein angekommen. Ich hoffe meine Berichte haben euch gefallen und sind euch vielleicht Inspiration, oder auch eine kleine Hilfe bei eurem nächsten Urlaub in diese Richtung.

Ich freue mich sehr über euer Feedback, ich kann ja sehen wieviele von euch meinen Beitrag lesen, bzw. anklicken (keine Angst, ich sehe natürlich nicht wer!), aber mich interessiert auch, ob es euch gefallen hat 😉

In diesem Sinne: Danke für Eure Aufmerksamkeit und bis bald!