#dasreisendefräulein an der Ostsee Teil 3/3: Darß

Tag 4: Ostsee kann mehr als nur Rügen

Drum sind wir an Tag 4 mal rausgefahren um zu sehen was es da sonst so gibt. Und es gibt mee(h)r als Rügen. Wir waren auf oder in Prerow, auf der Halbinsel Darß! Fabelhaft. So hab ich mit die Ostsee vorgestellt. Entzückende bunte kleine Reethäuser, Bodden, Schilff, Sandstrand. Viele Cafés, Restaurant, kleine Läden. Gemütlich, einfach und einfach gemütlich! Wir haben uns einen Strandkorb gemietet (1 Stunde 4,50 euro) und die Sonne genossen. In dem Strandkorb waren wir vor Wind und Sandpeeling sicher und haben gar nicht gemerkt, dass es nir 14 Grad gehabt hat. Außerdem konnte man hut das Fräulein wickeln und stillen, wir sind dann alle drei eingeschlafen! Also waren die 4,50 Euro eine gute Investition.

Haus des Gastes in Prerow

Schmucke Häuschen im ganzen Dorf

Bodden am Darss

Unser 4,50 Euro-Strandkorb

Hübsche Verkaufsstände am Weg zur Seebrücke, sehr bunt und mit Reet gedeckt

Hier lang geht’s zum Strand

Leider haben wir schlecht zu Mittag gegessen: im Fischrestaurant Seeblick (direkt an der Seebrücke) hat man eine tolle Aussicht und auch das Häuschen  ist sehr hübsch, aber das Essen ist wirklich nichts besonderes. Außen hui, innen pfui. Zu sagen es war okay wäre noch zu viel des Lobes. Schade eigentlich! Ich hatte eine Kartoffelsuppe mit Räucherlachs und Lauch, ich bezweifle stark, dass es eine frische Suppe war, denn sie war irgendwie geschmacksneutral und die Konsistenz hat mich eher an Packerlsuppe erinnert. Markus hatte Dreierlei vom Ostseefisch mit Bratkartoffeln. Nun ja, die drei Fische haben alle gleich ausgesehen und auch geschmeckt, und zwar nach – genau – nichts. Filets ohne jegliche Würzung in Mehl gewendet, so wie wir es aus dem Schnellrestaurant Nordsee kennen. Tja, und das Service, auch nicht gerade die Gastfreundlichkeit in Perfektion. Gut, dann müssen wir eben noch ein Fischbrötchen auf dem Weg essen. Davon gibt es ja genug. Und die schmecken uns richitg gut.

Nach dem Strand-Ausflug hatten wir noch eine kleine Wellness-Einheit im Bio-Hotel Gingko. Dank meiner lieben Freundin Petra (du bist halt die Beste!) haben wir das genießen dürfen.

Das war nämlich so – sorry, da muss ich jetzt noch mal ausschweifen: Die liebe Petra hat da nämlich bei einem Gewinnspiel mitgemacht. Und das Irrsinnigste, sie hat auch noch den 1. Preis gewonnen. Und das war nicht so ein Facebook-Gewinnspiel, nein, sondern ein klassisches in einer Yoga-Zeitschrift. Eigentlich wollte sie das Yoga-Top gewinnen, aber blöderweise war es dann der Hauptgewinn! 200 Euro Gutschein in diesem Bio-Hotel. Jetzt wohnt die Pezi in Süddeutschland und kommt nicht all zu oft an die Ostsee, was unser großes Glück war in diesem Fall. Denn sie hat den Gutschein an uns weitergeschenkt! Ja, und deswegen waren wir in Prerow und haben uns so richtig verwöhnen lassen. Abwechselnd natürlich, denn einer musste ja beim Fräulein bleiben.

19 Uhr. Mama und Papa sind tiefenentspannt. Bevor es aber die 1,5 Stunden zurück zu unserem Quartier auf Rügen geht, wollen wir hier noch was essen. Quasi die schlechte Mittagessen-Erfahrung wieder gut machen. Die Masseurin hat uns ein nettes Café-Bistro empfohlen. Das möchte ich gerne weitergeben. Es gibt weder Fisch noch Fleisch, aber gesunde, gute Snacks. Allein das Haus an sich ist schon ein Besuch Wert. So schnuckelig!

Die Teeschale

Waldstrasse 50

Betrieben von jungen motivierten Gastronomen ist dieses Café ein Highlight an der Ostsee. Hier gibt’s gesunde schmackhaftige Snacks und natürlich grandiosen hausgemachten Kuchen. Manche würden es vielleicht als alternativ bezeichnen (es wird selbst gebacken, hochwertige Produkte verarbeitet, es gibt Chia-Pudding, usw.) oder auch als hipp. So ein süßes Café passt auch gut nach Berlin. Oder London. Oder New York.

Gut, es ist jetzt aber in Prerow und hat unsseren glücklichen Tag noch ein bisschen glücklicher gemacht. Wir hatten einen Weinteller (köstliche Antipasti, mit Schafskáse, Pesto und Brot) und einen Ziegenfrischkäse mit Feigenchutney auf sommerlichen Blattsalaten. Hinterher noch einen Quarkstreusselkuchen, der war auch sensationell.


Auch dem Fräulein hat es sehr gut gefallen. Sie hat mal wieder alle Gäste unterhalten und mir ihrem Lächeln verzaubert. Sie ist einfach so ein fröhliches Baby, kommuniziert gern mit ihrer Umwelt, freut sich, wenn man mit ihr plaudert und Scherze macht schenkt jedem, der das möchte, ihr herzzerreißendes Lachen. Ich habe das Gefühl, sie spürt ganz genau, welche Wirkung sie auf die Menschen in ihrer Umgebung hat.

Und alle sind glücklich: das Fräulein, weil es so einen Spass hat, die Menschen, weil Lachen so glücklich macht und Mama & Papa, weil das alles so schön ist.