#dasreisendefräulein an der Ostsee Teil 2/3: Stralsund

Hallo meine Lieben,

ursprünglich wolle ich einen Post für die gesamte Zeit an der Ostsee machen, aber nachdem ich alles niedergeschrieben habe, sehe ich wieviel ich schon wieder zu erzählen hatte. Deswegen habe ich entschieden ihn doch aufzuteilen. Ich denke so lässt es sich besser lesen, und langweilt euch nicht so schnell.

Gestern gab es ja Teil 1 von #dasreisendefräulein an der Ostsee und weiter geht es mit

Tag 3: Stralsund

Zurück am Festland befindet sich Stralsund, die malerische Hansestadt. Einfach wunderhübsch, trifft man hier auf so unglaublich viele verschiedenen architektonischen Bauphasen und Eindrücke. Ich wünschte ich verstünde etwas von Barock, Klassizismus (ist das überhaupt eine Epoche?), Renaissance und Co. und könnte euch jetzt beeindrucken. Kann ich leider nicht! Ich versteh nicht viel von Kunstgeschichte, Architektur & so, aber ich kann euch sagen, hier in Stralsund ist so einiges vorhanden! Und die historische Altstadt gehört zum UNESO Weltkulturerbe.

Der Alte Markt schaut so spannend aus, das erkenne sogar ich. Ob Backstein, oder nur noch wenige mittelalterliche Gebäude, dann der schwedische Einfluss, immer wieder gebrochen vom DDR-Plattenbau (leider wurden bei einem Bombenangriff 1944 einige Gebäude zerstört und durch den nicht so schönen Plattenbau ersetzt). Besonders hier am Alten Markt sieht man es gut.

Nikolai Kirche & Rathaus

Schwedisches Haus

Alter Markt

Alter Markt, DDR-Sanierung

In den letzten Jahren nach der Wende, haben sie in der Stadt viel restauriert und Stralsund kann sich wirklich sehen lassen.

Dieser Stein am Neuen Markt erinnert an die Priesterverbrennung (Papenbrand thom Sunde) von 1407

Schön restaurierte Häuser am Neuen Markt

Hier am Tor zu Rügen liegt die schmucke Hansestadt an der Strelasund, einer Meerenge der Ostsee. Diese drei Kirchen thronen in der Stadt und verleihen der Kleinstadt eine markante Skyline: Marienkirche, Nikolaikirche (sehr sehenswert) und Jakobikirche (der Volksmund sagt: Stralsund hat drei Kirchen: die mächtige, die prächtige und die schmächtige) In Stralsund ist alles sehenswert: die historische Altstadt an sich, einige Museen, darunter das Ozeaneum (ganz toll gemacht, für gross und klein! wir waren drin und haben Pinguine und Fische bestaunt) und das Meeresmuseum, ein tolles Theater mit einem sehenswerten Programm (hier hat im Übrigen auch Markus‘ Cousin ein Engagement, der uns, gemeinsam mit seiner entzückenden Frau, seine neue Heimat gezeigt uns viel wissenswertes erzählt hat!), einen Strand, drei Teiche, den Hafen, das schönste Gymnasium, das ich je gesehen hab (Backstein pur, direkt am Wasser… Da wär ich auch gern zur Schule gegangen) und Geschäfte und Lokale gibts außerdem zum Flanieren und Shoppen.

Marienkirche

das wunderhübsche Johanniskloster aus dem 13. Jhd

der Strelasund

die urige Hafenkneipe – die älteste Europas

mein kleiner Nebenerwerb, ein Fischkutter am Hafen

Bevor wir zurück sind auf unsere Insel waren wir noch Pizza essen und haben den wunderschönen Tag ausklingen lassen. (In Lauterbach & Putbus ist das gastronomische Angebot leider etwas bescheiden ausgefallen!)

Ach ja – Nebengeschichte: Es gibt im Übrigen auch noch das Stralsunder Marzipan. Und Rostocker Marzipan gibt’s auch. Und ich als Marzipan-Junkie musste das natürlich genauer unter die Lupe nehmen. Also hab ich den direkten Vergleich gemacht. Muss sagen, dass das Rostocker besser war. Irgendwie feiner, da ist auch Rosenwasser mit drin….