#dasreisendefräulein an der Ostsee Teil 1/3: Rügen

Und schon ist er auch wieder vorbei, der erste Urlaub als kleine Familie. Unser Roadtrip gen Norden! Schön war’s. Die letzen 5 Tage haben wir in Rügen verbracht. Wie das war und was da so los war, erzähl ich euch jetzt. Unsere Tagesreise mit dem Rasenden Roland kennt ihr vielleicht schon.

Nochmal von vorne. Wir haben mit Air-BnB eine Ferienwohnung gebucht. Die war, na ja, leider nur okay. Nicht mehr und nicht weniger. Ich muss dazu sagen ich bin nicht so der Fan von FeWos, aber ich dachte mit Baby ist das sicherlich praktischer. Ja, und unpraktisch ist es wirklich nicht. In unserem Fall hats aber leider an der Sauberkeit ein bisschen gefehlt. Und mit einem Baby, dass sich noch hauptsächlich am Boden aufhält, kriechend, robbend, liegend, muss man sich schon wohl fühlen. Es gab nur einen Platz wo ich die Krabbeldecke bedenkenlos hinlegen konnte, das war im Schlafzimmer, da war es noch ganz in Ordnung. Also musste das kleine Fräulein hauptsächlich getragen werden. (Ja, bissl anstrengend). Ich glaub nicht, dass ich kleinlich bin, zumindest nicht all zu sehr, aber sauber muss es schon sein. Vielleicht bin ich aber doch seit sechs Monaten pingelig und das ist auch mal wieder so eine Nebenerscheinung des Mamasein? Egal. Auf jeden Fall war die helle, freundliche und zentralgelegene FeWo ein bisschen schmuddelig. Mein Gedanke war immer: gebt mir mal einen Fetzen, dann wisch ich mal gscheit durch. Außerdem war’s eisig kalt, als wir spät abends angereist sind und auch in der letzten Nacht haben die Heizkörper gestreikt (oder hat etwa unser Vermieter die Therme ausgeschaltet, dass wir früher dahin sind?!? 😉) dann gab’s noch ein paar andere Kleinigkeiten, die erspar ich euch jetzt, sind nicht so wichtig!  Viel lieber berichte ich euch was wir so getrieben haben.

Tag 1: Rasender Roland

Tag 2: Rügen Markt, KdF Prora & Bergen

Das Wetter war eher unprächtig, daher sind wir mit dem Auto los und bis ganz runter zum Spitz, nach Thiessow, gefahren. Da war der Rügen Markt (immer dienstags und donnerstags). Das war nett, da kann man buntes Kunsthandwerk und regionale Produkte (Honig, allesmögliche vom Sanddorn, Wurst, Käse, Obst und Gemüse,…) kaufen. Gekauft haben wir nix, aber unser tägliches Fischbrötchen haben wir gegessen, und danach noch Omas Quarkbällchen gekostet (lustige Teile). Eine süße und leichte Topfenmasse wird mit Eisportionierer ins Fett gegeben und dann rausfrittiert. Die tennisballgroßen Quarkbällchen sind dann schön braun und bekommen bisschen Puderzucker drübergestreut. Wenn man reinbeisst kommt dann die Überraschung, außen kross, innen weich. Das Bällchen sackt quasi zusammen und eins, zwei Schnapp schon ist das ganze Teil verputzt.

Schöner Ausblick von Rügen

Inselflair

Rapsfelder säumen die Alleen auf der Insel

Aus dem Weg in den Süden

Nach dem Markt sind wir noch am Strand spazieren gegangen und haben uns  die Ostseebriese um die Nase wehen lassen.

Von Thiessow ging’s dann wieder Richtung Norden nach Prora. Dieses Monument ist wohl ein großes bauliches Mahnmal an die NS-Vergangenheit. Und ich musste erst mal schlucken. Außgesprochen bedrückend die ganze Anlage: 4,5 km langes Gebäude aus Stahlbeton am wunderschönen Sandstrand (ich glaub gelesen zu haben, dass es das längste Gebäude Europas oder sogar der Welt sein soll), war damals für 20.000 ‚Gäste‘ gebaut worden, die hier an der schönen Ostsee Sommerfrische tanken und KdF erlangen sollten. KdF – Kraft durch Freude. Soweit kam es nicht, denn es wurde nie als dieses eröffnet, der Krieg kam der Eröffnung zuvor. Nun gleicht es einer Geistersiedlung unendlichen Ausmaßes! In einem Teil befinden sich Museen und eine Jugendherberge. Phasenweise wird die Prora noch saniert, zu Wohnungen umgebaut. Luxus und so weiter. Ich könnte hier nicht wohnen. Bekomme Gänsehaut, und nicht vor Begeisterung. Nach der Kurzvisite dort hat es dann zugezogen – passend zu meiner Stimmung – und wir sind ab nach Bergen.

Der schöne Strand in Prora

Der Papa und das Fräulein begutachten das Meer

KdF Prora – unendlich lang scheint der Stahlbetonpunker

links der alte Teil, rechts wird fleissig saniert, Luxus-Apartments

Bergen ist die Hauptstadt von Rügen. Kleines feines Stadterl, nichts Aufregendes gibt’s hier, aber schmuck ist es. Wir sind ein bisschen herumspaziert, mit Regenschirm und haben dann im rustikalen Puk up’n Balken  landestypisch zu abend gespeist.

schmuckes Bergen

dreierlei Hering mit Bratkartoffeln und Salat

Fischsuppe

Am darauffolgenden Tag waren wir in der Hansestadt Stralsund.

… to be continued